Sportlich, kindgerecht und im Rausch der Geschwindigkeit

11. Mee(h)r erleben unter südlicher Sonne (Teil 2)

Ausdauererfolge beim Naturistenlauf

INF-Präsidentin Sieglinde Ivo freut sich über die vielen Kinder beim Naturistenlauf. Diese Zahl soll wachsen, so ihre Zukunftsvision. Neu ist die Geschwindigkeitsmessung beim Lauf per Transponder. Schneller und genauer geht es nicht. Bereits wenige Minuten nach dem Zieleinlauf konnten die Zeiten an der Tafel ausgehängt werden. So etwas gab es noch nie!

„Klara, gib alles!“, so ist aus den Zuschauerreihen zu vernehmen. Die Kinder werden ganz besonders angefeuert, die unter 9-Jährigen starten zuerst und geben ihr Bestes. „Oh, das war eine Superleistung!“. Nach dem Zieleinlauf umarmen so manche Mami und so mancher Papi ihre kleinen Sportler. Von den Großeltern gibt es Lob und Anerkennung. Irgendwann werden es dann in ein paar Jahren die 5000 oder 10000 Meter.

Apropos Erwachsenläufe: Es gab tatsächlich einige Sportbegeisterte, welche beide Laufdistanzen in den vorderen Reihen meisterten! Und das bei diesen Bedingungen, Sonnenschein und tropische Hitze! Generell nagte die Witterung ziemlich an der Ausdauer der Läufer, was aber nur allzu verständlich und natürlich war. So gaben viele erst in der zweiten Runde richtig Gas.

„Der Planet meint es diesmal einfach zu gut“, so war bei den Zuschauern zu vernehmen. Die Laufhelfer motivierten zum Durchhalten und Weitermachen, aufmunternde Worte schafften kleine Wunder. Getränke am Wegesrand brachten spürbare Kräfte.

 

Umfangreiches Rahmenprogramm, Kinderspaß pur

Langeweile kam weder für die Gestalter noch für die Gäste am Rosenfelder Strand auf. Allabendlich lud eine Mottoparty zur Kurzweil ein, z.B. am Dienstag zur Deutschen Schlagerparade mit einem Liveauftritt von Dieter Klein mit Songs aus vergangenen Tagen, zur großen Schaumparty am Donnerstag und zur Überraschungs-Party am Freitag mit Liveband. DJ jeden Abend war CaBo. Siegerehrungen der Turniere erfolgten immer im Abendprogramm, wo es auch jeden Tag Schlemmer-Angebote, Gutes vom Grill und andere Köstlichkeiten gab.

Den Kindern wurde es wie schon seit Jahren Tradition, gar nicht langweilig. Dazu leistete nicht nur das Große Spielfest auf der Wiese an der Wasserrutsche seinen Beitrag. Viele Helfer kümmerten sich um ein umfangreiches Programm, unter anderem mit Airbrush-Tattoo, Dosenwerfen und –Schießen, Kettenkarussell und Elektro-Quads,

Zuckerwatte und Popcorn. Das Kinderprogramm bot abends eine Kinderdisco mit den Animateuren. Die ganze Woche bereiteten alle emsig die „Show der kleinen Stars“ vor. Das geschah in der Zirkusschule und forderte und förderte alle Sinne und die Bewegung. Sportlich, artistisch und im Team, wie es beim Breitensport üblich ist.

Es ist kaum möglich, alles aufzuzählen, was sonst noch beim Mee(h)r erleben 2018 Beschäftigung, Kommunikation und gute Laune bot: Wassertrampolin, Sandburgen bauen, Fancy-Work, Laubsägearbeiten-Basteln, Funny-Games, Kinder-Bingo, 41. Beach-Ringtennis-Turnier am Strand, „Ostsee-Pokal“ Pétanque-Turnier, Fairplay-Fußball-Turnier mit 40 Teilnehmern (Kinder und Erwachsene)…

Per Motorrad durch das Land zwischen den zwei Meeren

„175 Kilometer beträgt die Länge unserer heutigen Tour“ so referiert Axel vor seinen Motorradfreunden. „Ich fahre als die Nr. 1 und die Biene als Letzte. Wir haben beide die Route eingespeichert, da kann nichts schief gehen.“ Echte Biker gehen kameradschaftlich auf Tour. Sie lieben ihre Feuerstühle und die Eindrücke bei der Fahrt durch die weite Landschaft. Unterwegs wird es tolle Blicke auf die Ostsee geben, unter anderem bei Stöfs. In Laboe besteht die Möglichkeit das U-Boot Museum zu besuchen, das Marine-Ehrenmal und die Aussichtsmöglichkeit locken. „Muss noch eine Tanke angesteuert werden? Reicht ihr mit dem Sprit für 200 Kilometer?“ Als es bei einem Biker Bedenken gibt, steht die Tanke sofort im Programm. Einer für alle, alle für einen. Die gemütliche Kaffeerunde in einem Restaurant am höchsten Berg Schleswig - Holsteins soll den Abschluss bilden. Jetzt geht´s los. Spätestens, als die Motorräder den Campingplatz verlassen haben, wächst bei jedem, der ihnen nachschaut, das Fernweh und die Sehnsucht nach schnellen Geschwindigkeiten.

2019 im Visier

Birgit Jokisch von der Geschäftsstelle des DFK zieht stellvertretend für alle ein positives Resümee des 11. Mee(h)r erleben. „Viele Helfer haben diese Veranstaltung, die das Motto hat „Teilnehmer für Teilnehmer“ hat, wieder zu einem großen Erfolg werden lassen.“ Dank gilt allen Mitstreitern und natürlich den Urlaubern und Gästen des Camingplatzes für die tolle Zeit und das harmonische Miteinander.

Das Orga-Team des DFK hat die Planung für das „Mee(h)r erleben 2019 (26. Juli -04. August 2019) bereits begonnen. 2019 findet am 03. August bereits zum 10. Mal der Internationale Naturistenlauf am Rosenfelder Strand statt. Der Terminkalender freut sich über den neuen Eintrag!

 

 

 

 

 

11. Mee(h)r erleben unter südlicher Sonne (Teil 1)

„Es ist einfach die familiäre Atmosphäre, die uns hier fasziniert“, so schildert Jana aus Berlin ihren Eindruck vom 11. Mee(h)r erleben. Das Lachen der drei Kleinen, Sven, Erik und Janina bestätigt Muttis Aussage. Auch Vatis Lächeln unterstreicht noch einmal alles ganz deutlich. „Wir fühlen uns hier einfach gut und nächstes Jahr werden wir wohl zu sechst herkommen.“ Mami Jana ist nämlich im achten Monat schwanger.

Mit Hut lebt´s sichs besser

Früh um sieben in die lauwarmen Fluten steigen, ohne Handtuch in der Sonne trocknen, ohne Klamotten sowieso: Das subtropische Wetter zum 11. Mee(h)r erleben hat die Besucher der Veranstaltung glatt ans Mittelmeer versetzt. „Das ist glatter Luxus, ich werde es daheim vermissen“, schwärmte Theo aus Berlin.

Bereits am Mittag ist am Stützpunkt der DLRG zu lesen: Wasser 23 Grad, Luft 24 Grad? Kann das stimmen? Allen scheint es viel wärmer. Tatsächlich: Ankommende aus Hessen und Thüringen berichten, bei ihnen wäre die Gluthitze noch viel stärker. Dann ist das hier in Wirklichkeit wohl eine Erfrischung…

Hüte in vielen Varianten waren auf dem Mee(h)r erleben nicht zu übersehen. Ja Hüte. Auch leidenschaftliche FKK`ler kamen ob der stechenden Sonne nicht darum herum, sich vor dem drückenden Planeten zu schützen.

Das geschah nicht nur mittels Sonnenöl, Sonnenbrille, Tüchern und Mützen aller Art, sondern vor allem mit Hüten. Ben´s Kommentar: „Ohne Hut fühle ich mich nackt.“

Die Lacher hatte der junge Vati schnell auf seiner Seite. Schattige Plätze waren im Campingplatzbereich heiß begehrt und wiesen früh ihre Stammgäste auf, denn sonnenempfindliche Platzgäste konnten bereits das Frühstück nicht mehr in der gleißenden Sonne einnehmen. Wann gibt es so was schon mal an der Ostsee?

Zum Mee(h)r erleben 2018. Dieses Wetterchen wird garantiert den Eingang in die mündlichen und schriftlichen Überlieferungen der beliebten Familienfreizeit finden.

 

 Leute , Leute, Leute

 

Begleitet von schwedischen Journalisten startete eine der Nacktwanderungen in die Umgebung des Campingplatzes, angeleitet von Dieter. Die schwedischen Gäste wollen über den deutschen Naturismus in den Medien ihres Heimatlandes berichten, da waren sie ja in Rosenfelde genau richtig. Erstmals dabei war Kay aus der Bremer Gegend, der erst seit kurzer Zeit seine Liebe für die FKK-Bewegung entdeckt hat. Er ließ es sich nicht nehmen, zwischen zwei Terminen ein paar Tage lang beim Mee(h)r erleben vorbeizuschauen. Die Unternehmungen bieten zudem immer wieder Zeit, miteinander in Kontakt zu kommen. So berichtete Dieter über sein Bonner Vereinsgelände und hat so sicher den einen oder anderen Zuhörer für einen Besuch begeistert. Auf dem Deich begegnete man Daniel und Alexander aus Karlsruhe mit ihrem Sonnenschirm. Für die beiden war es der zweite gemeinsame FKK-Urlaub, sie hatten vom Mee(h)r erleben aus den Zeitschriften des DFK erfahren. „Die Hasen zwischen den Zelten, die Schafe und Rinder auf dem Deich, sie machen uns den Platz besonders sympathisch“, so Daniel. „Und natürlich der Kontakt zu den anderen Menschen, die hier mit uns schöne Tage verbringen“, fügt Alexander hinzu.

Neue sportliche Anregungen

Eine Veranstaltung, bei der der DFK mitmischt, wäre nicht vollständig ohne die entsprechenden Angebote im Breitensport für alle Interessenten. Denn gerade hier liegt eines der Hauptanliegen des Verbandes. Heiko und Wolfgang, die sonst mit ihren Bogen fast jedes Wochenende auf Mittelaltermärkten zu finden sind, lehrten die Kunst des Pfeileschießens interessierten Kindern. Erwachsene probierten schon mal Reiter- oder Langbogen mit ganz anderer Muskelleistung aus, um ins Gelbe zu treffen. „Richtig, spannen, sonst gibt es blaue Flecke“, dieser Hinweis war kaum zu überhören. Smovey, vorgestellt von Rolf aus Itzehoe, war den Aktiven bis dahin völlig unbekannt. Die grünen Ringe gehören zu einer neuen Sportart, die den ganzen Körper fordert. Das bestätigten Uwe, Elke und Bärbel lauthals. Muskulatur und Fettverbrennung werden aktiviert, Herz und Kreislauf gefördert, das Immunsystem erhält neue Kräfte. Riesiger Betrieb auch beim Schach. „Ich mache jetzt einen Zug mit dem Bauern“, so kündigte der kleine Peter seine nächste Taktik an. Ein wohlwollendes Nicken von Trainer Siegfried bestätigt den Schützling. Siegfried freut sich über den Erfolg beim Schach, möchte aber unbedingt noch mehr Interessenten in die Kunst des Königsspiels einweihen und trainieren.

 

 

„Deshalb wird es auch beim Mee(h)r erleben 2019 wieder ein Schachangebot geben, worauf ich schon ausdrücklich hinweisen möchte. Dabei richtet sich mein Angebot nicht nur an Anfänger, sondern auch an Fortgeschrittene. Wer noch kein Schach kann, der wird es hier in den paar Tagen durchaus erlernen können“, so versichert Siegfried. Eine etwas andere Art von Schach brachte Marco aus Hamburg mit. Das Kubb, das Wikingerschach war heiß begehrt. Es symbolisiert eine Schlacht, in der zwei verfeindete Gruppen für ihren König kämpfen. In drei Tagen fanden sich über 100 Interessenten. „Das war ein Impuls. Im nächsten Jahr wieder!“, so freut sich Marco.

(Fortsetzung folgt)