Auf trübe Wetterlage folgte sonniger Internationaler Naturistenlauf.



So könnte man wohl das Nackt-Laufevent 2015 zusammenfassen.

Die vorangegangene Woche, also die Zeit von "Sportlich Mee(h)r erleben" war der norddeutschen Wetterlage ausgesetzt. Somit fanden die täglichen Trainingsrunden unter einem anderen Charakter als in den letzten Jahren statt. War sonst die tägliche Frage "möchte ich heute aufstehen um am Lauftraining teilzunehmen?" so wurde diese Frage in diesem Jahr umgeschrieben in "möchte ich bei 13 Grad nackt meine morgendliche Runde drehen?" Viele beantworteten dies mit einem "ja".

 

Die Läuferinnen und Läufer, die dies getan hatten, bereuten ihre Entscheidung  nicht. "Hautregulierung" so heißt das Phänomen des menschlichen Körpers, das für Eigenwärme sorgt. Stehen bleiben geht da sicherlich nicht, aber das war ja nicht der Sinn des frühzeitigen Treffens. So mancher legte jedoch seine Trainingseinheit auch in die Schlechtwetterlücken, und von denen gab es doch so manche.

So konnte man auf dem Gelände immer wieder eifrige Sportler sehen, die durch ihr Adamskostüm unverkennbar als Teilnehmer des Naturistenlaufes auszumachen waren.
Zur Wochenmitte wurden dann die ersten Wetterprognosen für den Wettkampftag vorhergesagt. Die Vorhersagen ließen hoffen.

Und so war es auch. Schon am Freitag bei der Einweisung des 70-köpfigen Helferteams war meist Sonne angesagt. Als dann am Samstagvormittag die Vergabe der Startnummern begann, zeigten sich Wetter, aber auch die Menschen von ihrer sonnigen Seite.

Strahlen konnte der Organisator des Internationalen Naturistenlaufes, denn ein neuer Teilnehmerrekord wurde aufgestellt.

201 Läuferinnen und Läufer waren gemeldet.


Um 13:45 Uhr war es dann soweit. Herbert Steffan, der Präsident des DFK und diesjähriger Schirmherr der Veranstaltung durfte die ehrgeizigen Athleten und ein stimmungsvolles Publikum begrüßen.

Bei idealem Laufwetter starteten die zwei Nachwuchsgruppen, dann im Anschluss die Disziplinen 5.000 Meter-Laufen, -Walken und -Nordic Walken und schließlich die Königsdisziplin 10.000 Meter-Laufen.

Text: S. Hülsbömer

 

 

 

Die Lübecker Nachrichten berichteten ebenfalls über diesen tollen Spenden - Naturistenlauf an der Ostsee.

- Bericht - 

 

 

 

Der DLRG und die 

Freiwillige Feuerwehr in Grube

freuten sich über die
grosszügigen Scheck's.

Danke an alle Beteiligten für eine gelungene Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

Mee(h)r erleben 2015 – Kurzbericht + Aufruf

Startklar für den Sommer? Dann auf die Plätze, fertig, los! Nach diesem Motto versammelten sich auch in diesem Jahr Ende Juli über 500 Ostsee-Abenteurer zum 8. Internationalen FKK-Familientreffen

„Sportlich Mee(h)r erleben“ am Rosenfelder Strand. Mit dem großen Naturistenlauf als Höhepunkt und Abschluss gleichermaßen, der wie in den Vorjahren noch einmal einen ganzen Schwung Tagesgäste auf das Campinggelände „spülte“ (nachdem der große Sturm-Regen vorbei war, der das Camp geschlagene sechs Tage in Atem hielt, die gute Stimmung aber natürlich beileibe nicht vermiesen konnte).

Über die Rekordteilnehmerzahl von 201 Läufern, Walkern und Nordic Walkern in allen Altersklassen – inklusive einer erneut großen Gruppe der 'Danske Naturister' – zeigten sich die Teamer begeistert (auch über die 70! Helfer auf und neben der Strecke): „Das beweist, dass dieser Lauf schon in der 4. Auflage unter FKK'lern und Naturisten zur Institution geworden ist.“ 

Institution – dieses Attribut passt auch auf die gesamte Veranstaltung, die jedes Jahr Stammgäste, aber auch viele interessierte „Neulinge“ lockt. Von langjährigen DFK-Vereinsmitgliedern, über Fördermitglieder bis hin zu „nicht-DFK-organisierten“ Familien ist immer alles dabei – eine bunte Mischung,

die den Rosenfelder Strand jedes Jahr aufs Neue in eine wunderbare Urlaubsstimmung versetzt - die aber auch immer jede Menge Aktionen, Ausflüge, Aktivitäten und helfende Hände sieht.

Gesamtorganisator Günther Hedderich bilanzierte: „Bei 'Sportlich Mee(h)r erleben' ist man nicht nur dabei, sondern wirklich mittendrin!“ Kein Wunder, dass sich auch der neue DFK-Präsident Herbert Steffan nicht zweimal bitten ließ, am Zapfhahn auf dem allabendlich geöffneten Bierwagen mitzuwirken. Er schaffte es zwischen zwei Pils sogar, ein umfassendes Fazit für diesen Bericht zu ziehen -

voll auf den Punkt gebracht: „Supergeil!“ 

Seid dabei!

Möchtet auch ihr diese einzigartige, preisgünstige Urlaubswoche einmal selbst erleben? Dann meldet euch an – am besten heute noch, denn die Plätze sind begrenzt und jedes Jahr begehrter. Ihr wart schon einmal mit dabei, vielleicht sogar dieses Jahr? Dann wisst Ihr ja schon Bescheid – wieder anmelden aber trotzdem nicht vergessen!

An dieser Stelle weisen wir darauf hin,

dass „Mee(h)r erleben“ 2016 wieder toll wird –

merkt euch den Termin vor: 22. bis 31. Juli 2016.

Und denkt bitte auch daran, dass bereits beim übernächsten Mal 2017 das große Jubiläumstreffen zum zehnten Geburtstag stattfindet. Zehn Jahre Action, Spaß, Zusammenhalt, super Wetter, entspannte Atmosphäre, nette Menschen und ganz viel Lebensfreude –

das wollen wir feiern und rufen jetzt schon ALLE, (ja, wirklich alle – auch dich!) auf,

vom 21. bis 30. Juli 2017 zum Rosenfelder Strand zu kommen – mit Sack und Pack, Kind und Kegel, mit dem ganzen Verein. Ob mit Wohnwagen oder Zelt, Rosenfelde kennt die Welt!

Und die Welt kennt Rosenfelde – vielleicht auch dich, schon ganz in Bälde!

Laufend aktuelle Infos, Anmeldung und mee(h)r? Schau mal auf meehrerleben.de! Hier findest du auch alle Kontaktadressen, wenn du dich einbringen möchtest. Auch während des Jahres werden immer kreative Köpfe und Planer gesucht. Hast du gute Ideen für die Veranstaltung, vielleicht sogar etwas ganz Besonderes zum Jubiläum 2017? Möchtest du etwas auf die Beine stellen? Melde dich, wir sind immer auf der Suche nach guten Ideen!

Zum Abschluss sei noch ein Hinweis für die nächsten Jahre gestattet:

Ohne Helfer geht es nicht! Wenn „Mee(h)r erleben“ auch künftig zu diesen günstigen Konditionen Bestand haben soll, sind die tatkräftigen Hände aller gefragt. Ob beim Grillen, am Zapfhahn, beim Spielefest, bei zahlreichen anderen Aktivitäten und Ausflügen und immer gerne auch neuen Angeboten – hier kann sich jede/r nach seinen/ihren Stärken und Vorlieben einbringen! Versprochen! Wenn jeder ein wenig macht (pro Tag braucht es nur etwa 20 Helfer) – anstatt einige wenige alles – haben alle mehr davon! 

Text: S. Hülsbömer





„Sportlich Mee(h)r erleben“ -

eine Ode an die schönste Zeit des Jahres

Ob am Strand, im Festzelt, im Meer,
auf der Campingwiese, so nebenher,
zwischen Bingozelt, Nackensteak und Wurst,
oder am Bierwagen mit mächtigem Durst:
Hier geht die Post ab, für Jung und „Alt“,
warm in der Sonne, im Zelt manchmal kalt,
bei Aktionen, Ausflügen, Zirkus, Spielen und Partynacht,
da macht's auch nichts, wenn mal donnernd das Gewitter kracht.

Fahrradtouren nach Oldenburg, Fehmarn, Heiligenhafen,
lassen sportliche Radfahrer nachts ermüdet ruhig schlafen,
Fair-Play-Fußball, Petanque, Kubb und Training für den Lauf,
sorgen für Schweiß, Muskeln und Frohsinn zuhauf,
das große Spielefest mit Speedstacking, Button-Maschine, Ronnys Polizei-Show,
Airbrush-Tattoos, Muschelspiegel-Bastelei und Dosenwerfen bringt ein lautes „Wow!“

Strandspiele, Sandburgen-Contest, Zirkus und Hansa-Park
versüßen den Kleinen und Kleingebliebenen den sonnigen Tag.
Die „Großen“ setzen auf motorisierte Ausflüge bis nach Dänemark,
es gibt hier zurecht niemanden, der das nicht leiden mag.

So manch einer mit und auch viele ohne Sonnenbrand,
haben sich verliebt in den Rosenfelder Ostseestrand.
Also ist es kein Wunder, wenn auch in diesem Jahr
das 8. Internationale FKK-Familientreffen war ganz wunderbar.
Zu „Sportlich Mee(h)r erleben“ wird’s immer voll,
denn alle wissen: Wetter, Leute, Stimmung – alles ganz toll!

DANKE an alle, die organisieren, verpflegen und helfen,
FSG, VFN, DFK, DLRG, Ostseefreunde mit allen Feen und Elfen!
Eines gilt für uns alle, die da waren mit der ganzen Bagage:
Wir kommen auch nächstes Jahr wieder, keine Frage!

Text: S. Hülsbömer


                               Was bei „Sportlich Mee(h)r erleben“ abends am Deich so los ist… - eine „Bingoreportage“

Fünf vor sieben im Bingozelt. Der „1. FC Bingo Stammtisch“ ist schon vollbesetzt – wer hier sitzt, weiß warum (Vitamin B und so – vielleicht aber auch einfach nur Spielsucht ;-)...). Die anderen Tische füllen sich nun auch schnell. Kathi und Oliver, die heute die Gastgeber geben, versprechen: „Heute ist alles erlaubt.“ Na mal sehen... Die Kugelschreiber werden herumgereicht, es folgen Bingozettel gegen den Einsatz jeweils einer Biermarke. Auf den 5x5 Felder großen Zetteln sind 25 Zahlen vermerkt, die nun im besten Fall allesamt aus der Lostrommel gezogen werden  - weil das aber absolut im Bereich des Möglichen ist, sollen die gezogenen Zahlen auch noch waagrecht, senkrecht oder diagonal ein schönes Muster ergeben. Wer das als erster pro Runde schafft, gewinnt einen Preis. Und die Attraktivität der Preise steigt Runde um Runde – also merke: Je später der Abend… 

Was nun folgt, ist eine wilde Ziehung, die jede Lottofee vor Neid erblassen lässt – Zahlen fliegen in Lichtgeschwindigkeit durch das Zelt – 11, 36, 69, 18, 5, 4… Irgendwann stehen die ersten, weil sie vier Zahlen in bestimmtem Muster ankreuzen konnten. Bis die kleine Leonie schließlich „Bingo“ ruft, weil sie mit der fünften Zahl auch noch Glück hatte, vergehen weitere Minuten. Vom Stammtisch tönt es zwar sofort „Schiebung!“, aber das ist natürlich nicht so gemeint. Nach der Übergabe eines T-Shirts und eines Mini-Ventilators geht es sofort mit der nächsten Runde weiter. Dass wir da mal nicht aus der Puste kommen… Bingo!

Text: S. Hülsbömer



Zwischen Wind und Wolken

Mee(h)r erleben 2015 brachte auch Sonnenstrahlen

Johannes aus Böblingen war wieder dabei, nun schon zum dritten Mal am Rosenfelder Strand. Er hat in Neuseeland die Freikörperkultur für sich entdeckt, in seiner schwäbischen Heimat ist die Auswahl an Stränden nicht so besonders, deswegen ist das Mee(h)r erleben immer wieder ein Ereignis. Ronny aus Jena in Thüringen ist ebenfalls zum x-ten Mal hier, und so geht es vielen anderen auch. Ein Event mit Faszination zieht eben seine Teilnehmer an.

 

Bunt gemischt

Es ist die Mischung aus Menschen, Begegnungen, Veranstaltungen und Ereignissen, die den Reiz des Mee(h)r Erleben ausmacht. Natürlich auch die des Wetters, die 2015 eine ganz besondere war. Rekorde wurden gebrochen, zum Beispiel die Teilnehmerzahl des Naturistenlaufs. Andere Rekorde wurden nicht getoppt, aber das lag bei der Nacktwanderung in erster Linie am Wetter. Die erste der geplanten zwei Wanderungen musste ganz und gar abgesagt werden. Hauptfaktor beim Mee(h)r Erleben sind aber immer wieder die Menschen. Täglich wurden an die 20 Helfer benötigt, die unter anderem am Abend dafür sorgten, dass der Rost rauchte und die deftigen Speisen die hungrigen Mägen füllten. Von dem unentgeltlichen Einsatz der Helfer lebt solch eine Veranstaltung, wie auch Teamleiter Günther Hedderich immer wieder zu betonte.

 

Bilderbuchwetter...

... hatte das Mee(h)r erleben 2015 nur zu ausgesuchten Zeiten und Tagen. Von bester Ostseesonne wurde der Naturistenlauf beschienen. Ansonsten fegte oft ein sehr frischer Wind über Platz und Strand, geregnet hat es zum Glück meist in der Nacht. Einige hofften auf eine Wiederholung des tollen Wetters vergangener Jahre.

Vielleicht aber sollte man die Erwartungen nicht gleich zu hoch stecken, dann wird man nicht enttäuscht. Einige Veranstaltungen mussten gar ganz ausfallen, das tolle Wassertrampolin blieb leider die meiste Zeit unbenutzt. Aber man sollte es doch mit den Aktiven am DLRG-Stützpunkt halten: „Die Ostsee ist nicht zugefroren, es hagelt nicht, es schneit nicht. Wo ist hier schlechtes Wetter?“ Claudia hatte da den Bogen raus: Sie sprang ohne zu zögern in die Ostseewellen. 16 Grad hatte das DLRG - Team für Luft und Wasser ausgewiesen. “Der Pazifik bei mir daheim hat auch nur um die 16 Grad rum, nur die Luft ist halt meist wärmer.“ Insofern gesehen, hat das Wetter zu mehr Abwechslung beigetragen.

 

Erwartungen und Wünsche

 

Am letzten Samstag hieß es erst einmal ausschlafen. Das tägliche Training in den sportlichen Laufdisziplinen fand nicht statt, für viele Teilnehmer eine willkommene Auszeit vor der großen Anstrengung. Die meisten hielt es jedoch nicht lang in den Federn, denn die Sonne kitzelte an den Nasen und lockte zum ersten Frühstück im Freien vor Zelten und Wohnwagen, die ersten Mutigen bewegten sich sogar gleich früh Richtung Strand.

Bereits vor zehn herrschte großer Andrang bei der Startnummernvergabe für den Naturistenlauf. Die Kleinen waren ganz wild darauf, sich mit einer Nummer bemalen zu lassen. Bei Uli und Sigrid aus Bremen war Spannung angesagt, denn wegen des frühen Trainingsbeginns vertrauten sie auf ihre in der Heimat antrainierten Kräfte und nutzten die Urlaubstage zum Ausschlafen. Silke war sich trotzdem sicher, einen guten Platz im Mittelfeld zu erreichen.

Patrick aus Kaiserslautern schätzte seine Fähigkeiten realistisch ein und freute sich darauf, die zehn Kilometer in unter einer Stunde zu schaffen. Rund um seine Heimatstadt trainiert er textil, weil es dort keine anderen Möglichkeiten gibt. Im Urlaub freut er sich deshalb jedes Jahr mit seiner Familie auf die kleiderlose Zeit. Für den 44jährigen Alexander aus Gifhorn in der Lüneburger Heide ist das Dabeisein alles. Vor allem das nackte Laufen hat es ihm angetan, das hier problemlos möglich ist. Daheim im Wald macht er es auch manchmal, wobei die Sporthose in der rechten Hand dabei obligatorisch dazugehört. Am Strand schöpft die 33-köpfige Abordnung der Dänischen Naturisten noch etwas Kraft, 22 von ihnen nehmen am Lauf teil. Einige bemalen sich auf dem Campingplatz schon ganz patriotisch mit ihrer Nationalflagge. Diese präsentiert sich nun damit schon das zweite Mal beim Naturistenlauf. Andere Laufteilnehmer tun es ihnen gleich. So leuchteten im Lauf dann auch die Fahnen der USA und des deutschen Bundeslandes Bayern.

 

Auf die Plätze, fertig, los!

Schnell füllt sich der Platz am Startpunkt, als es auf 14:00 zugeht. Der Fotograf der Lübecker Nachrichten ist beeindruckt. Einige autorisierte andere Fotografen des DFK sind ebenfalls vor Ort, private Kameras jeglicher Art werden nicht bemüht. Rücksichtsvoller Umgang mit den Personenbildern ist oberstes Gebot.

Die über 70 Helfer haben schon lange ihre Posten bezogen. An ausgewählten Punkten gibt es für die Läufer an diesem Nachmittag Wasser zu tanken. Natürlich kein Mineralwasser, sondern kühles stilles Wasser. Das bekommt bei der Bewegung besser.

Wegen des kühlen Wetters der vergangenen Tage waren die Teilnehmerzahlen erst in den letzten drei Tagen in die Höhe geschnellt. Unerwartet wurde so mit 201 Teilnehmern ein neuer Rekord aufgestellt. Das war auch ein Grund zur Freude für den DLRG-Stützpunkt Rosenfelder Strand und die Freiwillige Feuerwehr Grube. Der Internationale Naturistenlauf ist ein Spendenlauf. Die Teilnehmergebühren gehen je zur Hälfte an DLRG und Feuerwehr.

 

Die Läufer gingen dann nach und nach an den Start. Beim Nachwuchslauf war der Andrang so groß, das zweimal gestartet werden musste. Das lässt für kommende Jahre hoffen. Alle Läufer wurden vom Publikum gebührend angefeuert. Wirklich eine Leistung war, dass einige Kinder bei den Erwachsenendisziplinen mitliefern und anerkennenswert Plätze belegten. Julia ließ sich bei ihren 5000 Metern nicht aus der Ruhe bringen, sie hielt ihr Tempo durch. Das ist das Geheimnis ihres guten Abschneidens. Leonhard tat es ihr gleich, und Alexander aus dem US-Bundesstaat Kalifornien nutzte seinen guten Trainingsstand voll aus. Übrigens nahmen auch seine Eltern am Lauf teil. Für alle Läufer war der Naturistenlauf eine Herausforderung, die sie unter strahlender Ostseesonne gemeistert haben.

 

Einzigartiges Erlebnis für die Kinder

Einige Erwachsene stahlen sich während des Laufes mit ihrem Handtuch vom Platz und genossen eine Auszeit am Strand. Sie hatten es sich wohl verdient: Marcel und Co hatten die gesamte Woche die Betreuung der Kinder in der Zirkusschule und auch sonst in der Hand. Sandburgen-Wettbewerb und Wassertrampolin gehörten auch dazu. Freizeit hatten sie deshalb ganz selten, und wenn, waren sie trotzdem als Ansprechpartner von den Kindern umringt. Sogar bei der Bingorunde am Schluss des Tages. Die paar Stunden am Strand während des Naturistenlaufes waren für sie nur die Ruhe vor dem Sturm, denn die Zirkusvorstellung am Abend stand an. Das sie die Kinder begeistert haben, konnte jeder die gesamte Woche lang merken.

Keiner kam freiwillig zu spät zur Probe, und so manches Kunststück wurde vor den Eltern noch am Samstag Vormittag voller Konzentration geübt. Dazu kamen die schwierigen Bedingungen der täglichen Proben im Festzelt, denn alles musste wegen des ungünstigen Wetters unter Dach und Fach geschehen. Viel Trubel auf engem Raum wollte koordiniert sein. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für viele Erwachsene war deshalb die Kinderzirkusaufführung am Samstagabend der unbestrittene Höhepunkt der Woche am Rosenfelder Strand.

Das waren lediglich ein paar Eindrücke einer winddurchtosten Woche, die vielen Vieles bot. Kontakte, Begegnungen, Freundschaften und Erinnerungen gingen im Gepäck mit heim.

Da sich pünktlich zum Ende der Veranstaltung das Wetter auf sommerliche Wohlfühltemperaturen umstellte, beschlossen einige spontan, ihren Aufenthalt zu verlängern.

Das war dann das Sahnehäubchen auf der diesjährigen Veranstaltung.

 

Text: Dirk Koch

Fotos: Detlef Schleicher

 

***

 ... für 2015 sind KEINE Anmeldungen mehr möglich !!!

 

 

Der Veranstaltungsplan ist fertig.

Fleissige Teamer haben sich viele Gedanken gemacht,

um möglichst vielen Gästen und Urlaubern

ein tolles sportliches, aktives Angebot zu machen.

 

 

 

Veranstaltungsplan Mee(h)r erleben 2015

 

 

 

Anmeldung zum FKK-Familientreffen sind für 2015 nicht mehr möglich !

 

 

 

Anmeldung zum 6. Internationalen Naturistenlauf

 

 

Der Internationale Naturistenlauf erfreut sich wie bekannt, steigender Beliebtheit.
Immer mehr Menschen nehmen am Lauf teil oder säumen die Strecke auf dem Gelände des FKK-Camping Ostsee am Rosenfelder Strand.
Dem möchte der DFK Rechnung tragen und sorgt nun für eine noch bessere Beschallung im Start-Ziel-Bereich.
700 Watt sollen die bisher schon unbeschreibliche gute Stimmung zusätzlich befeuern.
Aber auch der Moderator des Jahres 2015 wird sich über mehr Leistung freuen.
Einmal mehr zeigt der DFK, dass er den Internationalen Naturistenlauf bestens unterstützt. 

 

Auf trübe Wetterlage folgte sonniger Internationaler Naturistenlauf.



So könnte man wohl das Nackt-Laufevent 2015 zusammenfassen.

Die vorangegangene Woche, also die Zeit von "Sportlich Mee(h)r erleben" war der norddeutschen Wetterlage ausgesetzt. Somit fanden die täglichen Trainingsrunden unter einem anderen Charakter als in den letzten Jahren statt. War sonst die tägliche Frage "möchte ich heute aufstehen um am Lauftraining teilzunehmen?" so wurde diese Frage in diesem Jahr umgeschrieben in "möchte ich bei 13 Grad nackt meine morgendliche Runde drehen?" Viele beantworteten dies mit einem "ja".

 

Die Läuferinnen und Läufer, die dies getan hatten, bereuten ihre Entscheidung  nicht. "Hautregulierung" so heißt das Phänomen des menschlichen Körpers, das für Eigenwärme sorgt. Stehen bleiben geht da sicherlich nicht, aber das war ja nicht der Sinn des frühzeitigen Treffens. So mancher legte jedoch seine Trainingseinheit auch in die Schlechtwetterlücken, und von denen gab es doch so manche.

So konnte man auf dem Gelände immer wieder eifrige Sportler sehen, die durch ihr Adamskostüm unverkennbar als Teilnehmer des Naturistenlaufes auszumachen waren.
Zur Wochenmitte wurden dann die ersten Wetterprognosen für den Wettkampftag vorhergesagt. Die Vorhersagen ließen hoffen.

Und so war es auch. Schon am Freitag bei der Einweisung des 70-köpfigen Helferteams war meist Sonne angesagt. Als dann am Samstagvormittag die Vergabe der Startnummern begann, zeigten sich Wetter, aber auch die Menschen von ihrer sonnigen Seite.

Strahlen konnte der Organisator des Internationalen Naturistenlaufes, denn ein neuer Teilnehmerrekord wurde aufgestellt.

201 Läuferinnen und Läufer waren gemeldet.


Um 13:45 Uhr war es dann soweit. Herbert Steffan, der Präsident des DFK und diesjähriger Schirmherr der Veranstaltung durfte die ehrgeizigen Athleten und ein stimmungsvolles Publikum begrüßen.

Bei idealem Laufwetter starteten die zwei Nachwuchsgruppen, dann im Anschluss die Disziplinen 5.000 Meter-Laufen, -Walken und -Nordic Walken und schließlich die Königsdisziplin 10.000 Meter-Laufen.

Text: S. Hülsbömer

 

 

 

Die Lübecker Nachrichten berichteten ebenfalls über diesen tollen Spenden - Naturistenlauf an der Ostsee.

- Bericht - 

 

 

 

Der DLRG und die 

Freiwillige Feuerwehr in Grube

freuten sich über die
grosszügigen Scheck's.

Danke an alle Beteiligten für eine gelungene Veranstaltung.

 

 

 

 

 

 

 

Mee(h)r erleben 2015 – Kurzbericht + Aufruf

Startklar für den Sommer? Dann auf die Plätze, fertig, los! Nach diesem Motto versammelten sich auch in diesem Jahr Ende Juli über 500 Ostsee-Abenteurer zum 8. Internationalen FKK-Familientreffen

„Sportlich Mee(h)r erleben“ am Rosenfelder Strand. Mit dem großen Naturistenlauf als Höhepunkt und Abschluss gleichermaßen, der wie in den Vorjahren noch einmal einen ganzen Schwung Tagesgäste auf das Campinggelände „spülte“ (nachdem der große Sturm-Regen vorbei war, der das Camp geschlagene sechs Tage in Atem hielt, die gute Stimmung aber natürlich beileibe nicht vermiesen konnte).

Über die Rekordteilnehmerzahl von 201 Läufern, Walkern und Nordic Walkern in allen Altersklassen – inklusive einer erneut großen Gruppe der 'Danske Naturister' – zeigten sich die Teamer begeistert (auch über die 70! Helfer auf und neben der Strecke): „Das beweist, dass dieser Lauf schon in der 4. Auflage unter FKK'lern und Naturisten zur Institution geworden ist.“ 

Institution – dieses Attribut passt auch auf die gesamte Veranstaltung, die jedes Jahr Stammgäste, aber auch viele interessierte „Neulinge“ lockt. Von langjährigen DFK-Vereinsmitgliedern, über Fördermitglieder bis hin zu „nicht-DFK-organisierten“ Familien ist immer alles dabei – eine bunte Mischung,

die den Rosenfelder Strand jedes Jahr aufs Neue in eine wunderbare Urlaubsstimmung versetzt - die aber auch immer jede Menge Aktionen, Ausflüge, Aktivitäten und helfende Hände sieht.

Gesamtorganisator Günther Hedderich bilanzierte: „Bei 'Sportlich Mee(h)r erleben' ist man nicht nur dabei, sondern wirklich mittendrin!“ Kein Wunder, dass sich auch der neue DFK-Präsident Herbert Steffan nicht zweimal bitten ließ, am Zapfhahn auf dem allabendlich geöffneten Bierwagen mitzuwirken. Er schaffte es zwischen zwei Pils sogar, ein umfassendes Fazit für diesen Bericht zu ziehen -

voll auf den Punkt gebracht: „Supergeil!“ 

Seid dabei!

Möchtet auch ihr diese einzigartige, preisgünstige Urlaubswoche einmal selbst erleben? Dann meldet euch an – am besten heute noch, denn die Plätze sind begrenzt und jedes Jahr begehrter. Ihr wart schon einmal mit dabei, vielleicht sogar dieses Jahr? Dann wisst Ihr ja schon Bescheid – wieder anmelden aber trotzdem nicht vergessen!

An dieser Stelle weisen wir darauf hin,

dass „Mee(h)r erleben“ 2016 wieder toll wird –

merkt euch den Termin vor: 22. bis 31. Juli 2016.

Und denkt bitte auch daran, dass bereits beim übernächsten Mal 2017 das große Jubiläumstreffen zum zehnten Geburtstag stattfindet. Zehn Jahre Action, Spaß, Zusammenhalt, super Wetter, entspannte Atmosphäre, nette Menschen und ganz viel Lebensfreude –

das wollen wir feiern und rufen jetzt schon ALLE, (ja, wirklich alle – auch dich!) auf,

vom 21. bis 30. Juli 2017 zum Rosenfelder Strand zu kommen – mit Sack und Pack, Kind und Kegel, mit dem ganzen Verein. Ob mit Wohnwagen oder Zelt, Rosenfelde kennt die Welt!

Und die Welt kennt Rosenfelde – vielleicht auch dich, schon ganz in Bälde!

Laufend aktuelle Infos, Anmeldung und mee(h)r? Schau mal auf meehrerleben.de! Hier findest du auch alle Kontaktadressen, wenn du dich einbringen möchtest. Auch während des Jahres werden immer kreative Köpfe und Planer gesucht. Hast du gute Ideen für die Veranstaltung, vielleicht sogar etwas ganz Besonderes zum Jubiläum 2017? Möchtest du etwas auf die Beine stellen? Melde dich, wir sind immer auf der Suche nach guten Ideen!

Zum Abschluss sei noch ein Hinweis für die nächsten Jahre gestattet:

Ohne Helfer geht es nicht! Wenn „Mee(h)r erleben“ auch künftig zu diesen günstigen Konditionen Bestand haben soll, sind die tatkräftigen Hände aller gefragt. Ob beim Grillen, am Zapfhahn, beim Spielefest, bei zahlreichen anderen Aktivitäten und Ausflügen und immer gerne auch neuen Angeboten – hier kann sich jede/r nach seinen/ihren Stärken und Vorlieben einbringen! Versprochen! Wenn jeder ein wenig macht (pro Tag braucht es nur etwa 20 Helfer) – anstatt einige wenige alles – haben alle mehr davon! 

Text: S. Hülsbömer





„Sportlich Mee(h)r erleben“ -

eine Ode an die schönste Zeit des Jahres

Ob am Strand, im Festzelt, im Meer,
auf der Campingwiese, so nebenher,
zwischen Bingozelt, Nackensteak und Wurst,
oder am Bierwagen mit mächtigem Durst:
Hier geht die Post ab, für Jung und „Alt“,
warm in der Sonne, im Zelt manchmal kalt,
bei Aktionen, Ausflügen, Zirkus, Spielen und Partynacht,
da macht's auch nichts, wenn mal donnernd das Gewitter kracht.

Fahrradtouren nach Oldenburg, Fehmarn, Heiligenhafen,
lassen sportliche Radfahrer nachts ermüdet ruhig schlafen,
Fair-Play-Fußball, Petanque, Kubb und Training für den Lauf,
sorgen für Schweiß, Muskeln und Frohsinn zuhauf,
das große Spielefest mit Speedstacking, Button-Maschine, Ronnys Polizei-Show,
Airbrush-Tattoos, Muschelspiegel-Bastelei und Dosenwerfen bringt ein lautes „Wow!“

Strandspiele, Sandburgen-Contest, Zirkus und Hansa-Park
versüßen den Kleinen und Kleingebliebenen den sonnigen Tag.
Die „Großen“ setzen auf motorisierte Ausflüge bis nach Dänemark,
es gibt hier zurecht niemanden, der das nicht leiden mag.

So manch einer mit und auch viele ohne Sonnenbrand,
haben sich verliebt in den Rosenfelder Ostseestrand.
Also ist es kein Wunder, wenn auch in diesem Jahr
das 8. Internationale FKK-Familientreffen war ganz wunderbar.
Zu „Sportlich Mee(h)r erleben“ wird’s immer voll,
denn alle wissen: Wetter, Leute, Stimmung – alles ganz toll!

DANKE an alle, die organisieren, verpflegen und helfen,
FSG, VFN, DFK, DLRG, Ostseefreunde mit allen Feen und Elfen!
Eines gilt für uns alle, die da waren mit der ganzen Bagage:
Wir kommen auch nächstes Jahr wieder, keine Frage!

Text: S. Hülsbömer


                                       Impressionen einer gelungenen Veranstaltung findet Ihr  - hier - 



Was bei „Sportlich Mee(h)r erleben“ abends am Deich so los ist… - eine „Bingoreportage“

Fünf vor sieben im Bingozelt. Der „1. FC Bingo Stammtisch“ ist schon vollbesetzt – wer hier sitzt, weiß warum (Vitamin B und so – vielleicht aber auch einfach nur Spielsucht ;-)...). Die anderen Tische füllen sich nun auch schnell. Kathi und Oliver, die heute die Gastgeber geben, versprechen: „Heute ist alles erlaubt.“ Na mal sehen... Die Kugelschreiber werden herumgereicht, es folgen Bingozettel gegen den Einsatz jeweils einer Biermarke. Auf den 5x5 Felder großen Zetteln sind 25 Zahlen vermerkt, die nun im besten Fall allesamt aus der Lostrommel gezogen werden  - weil das aber absolut im Bereich des Möglichen ist, sollen die gezogenen Zahlen auch noch waagrecht, senkrecht oder diagonal ein schönes Muster ergeben. Wer das als erster pro Runde schafft, gewinnt einen Preis. Und die Attraktivität der Preise steigt Runde um Runde – also merke: Je später der Abend… 

Was nun folgt, ist eine wilde Ziehung, die jede Lottofee vor Neid erblassen lässt – Zahlen fliegen in Lichtgeschwindigkeit durch das Zelt – 11, 36, 69, 18, 5, 4… Irgendwann stehen die ersten, weil sie vier Zahlen in bestimmtem Muster ankreuzen konnten. Bis die kleine Leonie schließlich „Bingo“ ruft, weil sie mit der fünften Zahl auch noch Glück hatte, vergehen weitere Minuten. Vom Stammtisch tönt es zwar sofort „Schiebung!“, aber das ist natürlich nicht so gemeint. Nach der Übergabe eines T-Shirts und eines Mini-Ventilators geht es sofort mit der nächsten Runde weiter. Dass wir da mal nicht aus der Puste kommen… Bingo!

Text: S. Hülsbömer



Zwischen Wind und Wolken

Mee(h)r erleben 2015 brachte auch Sonnenstrahlen

Johannes aus Böblingen war wieder dabei, nun schon zum dritten Mal am Rosenfelder Strand. Er hat in Neuseeland die Freikörperkultur für sich entdeckt, in seiner schwäbischen Heimat ist die Auswahl an Stränden nicht so besonders, deswegen ist das Mee(h)r erleben immer wieder ein Ereignis. Ronny aus Jena in Thüringen ist ebenfalls zum x-ten Mal hier, und so geht es vielen anderen auch. Ein Event mit Faszination zieht eben seine Teilnehmer an.

 

Bunt gemischt

Es ist die Mischung aus Menschen, Begegnungen, Veranstaltungen und Ereignissen, die den Reiz des Mee(h)r Erleben ausmacht. Natürlich auch die des Wetters, die 2015 eine ganz besondere war. Rekorde wurden gebrochen, zum Beispiel die Teilnehmerzahl des Naturistenlaufs. Andere Rekorde wurden nicht getoppt, aber das lag bei der Nacktwanderung in erster Linie am Wetter. Die erste der geplanten zwei Wanderungen musste ganz und gar abgesagt werden. Hauptfaktor beim Mee(h)r Erleben sind aber immer wieder die Menschen. Täglich wurden an die 20 Helfer benötigt, die unter anderem am Abend dafür sorgten, dass der Rost rauchte und die deftigen Speisen die hungrigen Mägen füllten. Von dem unentgeltlichen Einsatz der Helfer lebt solch eine Veranstaltung, wie auch Teamleiter Günther Hedderich immer wieder zu betonte.

 

Bilderbuchwetter...

... hatte das Mee(h)r erleben 2015 nur zu ausgesuchten Zeiten und Tagen. Von bester Ostseesonne wurde der Naturistenlauf beschienen. Ansonsten fegte oft ein sehr frischer Wind über Platz und Strand, geregnet hat es zum Glück meist in der Nacht. Einige hofften auf eine Wiederholung des tollen Wetters vergangener Jahre.

Vielleicht aber sollte man die Erwartungen nicht gleich zu hoch stecken, dann wird man nicht enttäuscht. Einige Veranstaltungen mussten gar ganz ausfallen, das tolle Wassertrampolin blieb leider die meiste Zeit unbenutzt. Aber man sollte es doch mit den Aktiven am DLRG-Stützpunkt halten: „Die Ostsee ist nicht zugefroren, es hagelt nicht, es schneit nicht. Wo ist hier schlechtes Wetter?“ Claudia hatte da den Bogen raus: Sie sprang ohne zu zögern in die Ostseewellen. 16 Grad hatte das DLRG - Team für Luft und Wasser ausgewiesen. “Der Pazifik bei mir daheim hat auch nur um die 16 Grad rum, nur die Luft ist halt meist wärmer.“ Insofern gesehen, hat das Wetter zu mehr Abwechslung beigetragen.

 

Erwartungen und Wünsche

 

Am letzten Samstag hieß es erst einmal ausschlafen. Das tägliche Training in den sportlichen Laufdisziplinen fand nicht statt, für viele Teilnehmer eine willkommene Auszeit vor der großen Anstrengung. Die meisten hielt es jedoch nicht lang in den Federn, denn die Sonne kitzelte an den Nasen und lockte zum ersten Frühstück im Freien vor Zelten und Wohnwagen, die ersten Mutigen bewegten sich sogar gleich früh Richtung Strand.

Bereits vor zehn herrschte großer Andrang bei der Startnummernvergabe für den Naturistenlauf. Die Kleinen waren ganz wild darauf, sich mit einer Nummer bemalen zu lassen. Bei Uli und Sigrid aus Bremen war Spannung angesagt, denn wegen des frühen Trainingsbeginns vertrauten sie auf ihre in der Heimat antrainierten Kräfte und nutzten die Urlaubstage zum Ausschlafen. Silke war sich trotzdem sicher, einen guten Platz im Mittelfeld zu erreichen.

Patrick aus Kaiserslautern schätzte seine Fähigkeiten realistisch ein und freute sich darauf, die zehn Kilometer in unter einer Stunde zu schaffen. Rund um seine Heimatstadt trainiert er textil, weil es dort keine anderen Möglichkeiten gibt. Im Urlaub freut er sich deshalb jedes Jahr mit seiner Familie auf die kleiderlose Zeit. Für den 44jährigen Alexander aus Gifhorn in der Lüneburger Heide ist das Dabeisein alles. Vor allem das nackte Laufen hat es ihm angetan, das hier problemlos möglich ist. Daheim im Wald macht er es auch manchmal, wobei die Sporthose in der rechten Hand dabei obligatorisch dazugehört. Am Strand schöpft die 33-köpfige Abordnung der Dänischen Naturisten noch etwas Kraft, 22 von ihnen nehmen am Lauf teil. Einige bemalen sich auf dem Campingplatz schon ganz patriotisch mit ihrer Nationalflagge. Diese präsentiert sich nun damit schon das zweite Mal beim Naturistenlauf. Andere Laufteilnehmer tun es ihnen gleich. So leuchteten im Lauf dann auch die Fahnen der USA und des deutschen Bundeslandes Bayern.

 

Auf die Plätze, fertig, los!

Schnell füllt sich der Platz am Startpunkt, als es auf 14:00 zugeht. Der Fotograf der Lübecker Nachrichten ist beeindruckt. Einige autorisierte andere Fotografen des DFK sind ebenfalls vor Ort, private Kameras jeglicher Art werden nicht bemüht. Rücksichtsvoller Umgang mit den Personenbildern ist oberstes Gebot.

Die über 70 Helfer haben schon lange ihre Posten bezogen. An ausgewählten Punkten gibt es für die Läufer an diesem Nachmittag Wasser zu tanken. Natürlich kein Mineralwasser, sondern kühles stilles Wasser. Das bekommt bei der Bewegung besser.

Wegen des kühlen Wetters der vergangenen Tage waren die Teilnehmerzahlen erst in den letzten drei Tagen in die Höhe geschnellt. Unerwartet wurde so mit 201 Teilnehmern ein neuer Rekord aufgestellt. Das war auch ein Grund zur Freude für den DLRG-Stützpunkt Rosenfelder Strand und die Freiwillige Feuerwehr Grube. Der Internationale Naturistenlauf ist ein Spendenlauf. Die Teilnehmergebühren gehen je zur Hälfte an DLRG und Feuerwehr.

 

Die Läufer gingen dann nach und nach an den Start. Beim Nachwuchslauf war der Andrang so groß, das zweimal gestartet werden musste. Das lässt für kommende Jahre hoffen. Alle Läufer wurden vom Publikum gebührend angefeuert. Wirklich eine Leistung war, dass einige Kinder bei den Erwachsenendisziplinen mitliefern und anerkennenswert Plätze belegten. Julia ließ sich bei ihren 5000 Metern nicht aus der Ruhe bringen, sie hielt ihr Tempo durch. Das ist das Geheimnis ihres guten Abschneidens. Leonhard tat es ihr gleich, und Alexander aus dem US-Bundesstaat Kalifornien nutzte seinen guten Trainingsstand voll aus. Übrigens nahmen auch seine Eltern am Lauf teil. Für alle Läufer war der Naturistenlauf eine Herausforderung, die sie unter strahlender Ostseesonne gemeistert haben.

 

Einzigartiges Erlebnis für die Kinder

Einige Erwachsene stahlen sich während des Laufes mit ihrem Handtuch vom Platz und genossen eine Auszeit am Strand. Sie hatten es sich wohl verdient: Marcel und Co hatten die gesamte Woche die Betreuung der Kinder in der Zirkusschule und auch sonst in der Hand. Sandburgen-Wettbewerb und Wassertrampolin gehörten auch dazu. Freizeit hatten sie deshalb ganz selten, und wenn, waren sie trotzdem als Ansprechpartner von den Kindern umringt. Sogar bei der Bingorunde am Schluss des Tages. Die paar Stunden am Strand während des Naturistenlaufes waren für sie nur die Ruhe vor dem Sturm, denn die Zirkusvorstellung am Abend stand an. Das sie die Kinder begeistert haben, konnte jeder die gesamte Woche lang merken.

Keiner kam freiwillig zu spät zur Probe, und so manches Kunststück wurde vor den Eltern noch am Samstag Vormittag voller Konzentration geübt. Dazu kamen die schwierigen Bedingungen der täglichen Proben im Festzelt, denn alles musste wegen des ungünstigen Wetters unter Dach und Fach geschehen. Viel Trubel auf engem Raum wollte koordiniert sein. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für viele Erwachsene war deshalb die Kinderzirkusaufführung am Samstagabend der unbestrittene Höhepunkt der Woche am Rosenfelder Strand.

Das waren lediglich ein paar Eindrücke einer winddurchtosten Woche, die vielen Vieles bot. Kontakte, Begegnungen, Freundschaften und Erinnerungen gingen im Gepäck mit heim.

Da sich pünktlich zum Ende der Veranstaltung das Wetter auf sommerliche Wohlfühltemperaturen umstellte, beschlossen einige spontan, ihren Aufenthalt zu verlängern.

Das war dann das Sahnehäubchen auf der diesjährigen Veranstaltung.

 

Text: Dirk Koch

Fotos: Detlef Schleicher

 

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 ... für 2015 sind KEINE Anmeldungen mehr möglich !!!

 

 

Der Veranstaltungsplan ist fertig.

Fleissige Teamer haben sich viele Gedanken gemacht,

um möglichst vielen Gästen und Urlaubern

ein tolles sportliches, aktives Angebot zu machen.

 

 

 

Veranstaltungsplan Mee(h)r erleben 2015

 

 

 

Anmeldung zum FKK-Familientreffen sind für 2015 nicht mehr möglich !

 

 

 

Anmeldung zum 6. Internationalen Naturistenlauf

 

 

Der Internationale Naturistenlauf erfreut sich wie bekannt, steigender Beliebtheit.
Immer mehr Menschen nehmen am Lauf teil oder säumen die Strecke auf dem Gelände des FKK-Camping Ostsee am Rosenfelder Strand.
Dem möchte der DFK Rechnung tragen und sorgt nun für eine noch bessere Beschallung im Start-Ziel-Bereich.
700 Watt sollen die bisher schon unbeschreibliche gute Stimmung zusätzlich befeuern.
Aber auch der Moderator des Jahres 2015 wird sich über mehr Leistung freuen.
Einmal mehr zeigt der DFK, dass er den Internationalen Naturistenlauf bestens unterstützt.